Rund einhundert Darsteller haben am Mittwochabend bei der Übung des Löschzuges Horneburg im Internat Schloss Horneburg mitgespielt. Im zweiten Obergeschoss eines Wohntraktes war ein Feuer ausgebrochen. Vier Jugendliche und eine Erzieherin mussten gerettet werden.

Ein Szenario, wie es leider täglich in den Wohn- oder Arbeitszimmern der Republik vorkommen kann: Ein Kurzschluss in einem Computer entwickelt sich zu einem Brand. Die Möbel fangen Feuer. Die Jugendlichen, die nach dem Abendessen in einem Nebenraum zusammensitzen, merken davon zunächst nichts.

Die Rauchwarnmelder schlagen Alarm und die jungen Menschen wollen durch das Treppenhaus flüchten. Doch der dichte Rauch, der hochgiftig ist, nimmt ihnen die Sicht. Die beiden Nebelmaschinen der Feuerwehr Datteln laufen auf Hochtouren. Am Fenster rufen die vier Jugendlichen um Hilfe und machen auf sich aufmerksam, als der Löschzug Horneburg eintrifft.

Sofort werden die übrigen Gebäude des Internats evakuiert, die Kinder und Jugendlichen treffen sich im Ernstfall an speziellen Sammelpunkten. Das werde mehrmals im Jahr geübt, sagt Internatsleiterin Margit Kocnar.

Mit zwei Löschfahrzeugen rücken die Horneburger an. Um die vier Jugendlichen schnellstmöglich in Sicherheit zu bringen, werden sie über eine Leiter gerettet, beim Abstieg mit einem Seil gesichert.

Währenddessen arbeitet sich ein Trupp unter Atemschutz über das Treppenhaus zum Brandherd vor. In einem Gruppenraum finden sie die vermisste Erzieherin. Eine zweiter Trupp eilt ihnen zur Hilfe, sodass kurz darauf auch die fünfte vermisste Person gerettet ist – und das simulierte Feuer gelöscht ist.

Anna Müschenborn und Mirko Biester, die die Übung ausgearbeitet haben, waren mit dem Ergebnissen zufrieden. Die Abläufe haben, bis auf Kleinigkeiten, einwandfrei funktioniert und die ganze Übung sei in einer „super Zeit“ abgearbeitet worden, so Brandmeister Mirko Biester.