Mit einer Trennung von Löschzug und Verein geht der Löschzug Horneburg bei der Mitgliederversammlung 2018 neue Wege.

Ein einsatzreiches Jahr 2017 liegt hinter dem Löschzug Horneburg. Die BrandschützerInnen aus dem Schlossdorf bekämpften u. a. die Flammen bei Großbränden wie bei Rheinzink, Becker Plastics oder bis früh in die Morgenstunden auf dem Hof Schneider in Redde. Bei der Jahreshauptversammlung wurde nicht nur zurückgeblickt, mit der Aufteilung von Verein und Löschzug wurde der Grundstein für die Zukunft gelegt.

Mit 20 Alarmierungen gab es deutlich mehr Einsätze als im Vorjahr. „Das liegt auch an nicht alltäglichen Einsätzen, wie dem Brand bei Toom im April, zwei Bränden bei Rheinzink im Juli und August sowie dem Brand bei Becker Plastics im Oktober“, berichtet der scheidende Löschzugführer Frank Kuhs. Stets war der Löschzug 5 innerhalb von Minuten mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Kuhs bedankte sich für das Engagement der Feuerwehrfrauen und – männer: „Ihr seid ein super Team, ich bin stolz auf Euch!“

Es war auch ein veranstaltungsreiches Jahr für die Horneburger Feuerwehr. Im Frühjahr zeigten die Brandschützer – nachdem sie beim Baumarkt-Brand im Einsatz waren – bei einer Schauübung im Rahmen des 125-jährigen Jubiläums der Feuerwehr Datteln ihr Können. Beim anschließenden „Tanz unter’m Maibaum“ wurde im Schatten der Schlosstürme gefeiert.
Beim traditionellen Oktoberfest im Herbst ging es ein zweites Mal in 2017 hoch her. Bis in die Morgenstunden sorgte die Partyband Nanu für Stimmung. Dazu gab es bayrische Schmankerl, wie Hans, Brezn, original Oktoberfestbier und einen Hauch Karibik gab es an der Cocktailbar.

Wie Kuhs am Samstagabend im Gerätehaus Horneburg erklärte, „sind die Aufgabenbereiche für die Löschzugführung immer umfangreicher geworden.“ Daraus sei der Wunsch nach Veränderungen der Struktur gewachsen, um die Aufgaben auf mehr Schultern zu verteilen. Resultat der Überlegungen: Eine Trennung des Vereins Löschzug Horneburg e. V. und des Löschzugs als Einheit der Freiwilligen Feuerwehr Datteln. Während der Verein sich überwiegend gesellschaftlichen Aufgaben widmet, steht für den Löschzug der Brandschutz im Fokus.

Die Ernennung von Frank Kuhs zum stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Datteln bedeutete einen Einschnitt in der Führungsebene des Löschzuges. Zum neuen Löschzugführer wurde Sebastian Schwott von Dattelns Feuerwehr-Chef Theo Berkel ernannt. Statt einem, wird er zukünftig mit Christopher Röhnisch und Björn Lücke zwei Stellvertreter haben. Neu ist der Posten der Vertrauensperson, für den Anna Müschenborn gewählt wurde. Gruppenführer sind Mirko Biester und Christian Hoppe und ihre Stellvertreter Frank Fischer und Stefan Huxel. Für Löschfahrzeuge und Ausrüstung sind als Gerätewarte Christian Wegmann und Dennis Thierling verantwortlich.

Auf Vereinsseite wurde Mirko Biester zum ersten Vorsitzenden gewählt, ihn vertritt Jens Hötting. Die Finanzen haben zukünftig Christian Hoppe und Franz Beckmann als Kassierer im Blick und Marcel Biester löst Stephan Breuckmann nach sechs Jahren als Schriftführer ab.

46 aktive Mitglieder zählt der Löschzug Horneburg Ende 2017, das sind zwei mehr als im Vorjahr. Und gleich im Januar 2018 gab es zwei weitere Eintritte, so dass nun 48 Aktive im Einsatzfall ausrücken.

Vielversprechend sieht es auch beim Zuwachs aus der Jugendfeuerwehr aus. Gleich fünf Jugendliche befinden sich im so genannten „Übergangsjahr“ und werden in diesem oder im kommenden Jahr in die Einsatzabteilung überstellt, berichtete der ebenfalls in seinem Amt bestätigte Jugendwart Jörg Behler.

Besonderer Dank galt Hauptbrandmeister Bernhard Bußmann, der 60 Jahre im Dienst der Feuerwehr Datteln steht. Frank Kuhs gratulierte auch Volkhard Bialas für 35-jährige Zugehörigkeit zum Löschzug Horneburg und Jens Möller für 25 Jahre Dienstzeit.