Feuer! Was tun?

Wie Sie sich und Ihre Familie vor Feuer schützen können:

  • Alarmieren Sie alle Bewohner. Verlassen Sie umgehend das Haus auf dem sichersten Weg. Benutzen Sie keine Aufzüge!
  • Schließen Sie alle Türen hinter sich. Sie verlangsamen so die Brandausbreitung.
  • Müssen Sie ein rauchgefülltes Zimmer durchqueren, dann halten Sie den Kopf so niedrig wie möglich. Halten Sie ein Tuch vor Mund und Nase.
  • Prüfen Sie Türen vor dem Öffnen mit der Hand. Heiße Türen halten möglicherweise Flammen zurück. Versuchen Sie in diesem Fall einen anderen Fluchtweg zu finden.
  • Rufen Sie die Feuerwehr erst, nachdem Sie das Haus verlassen haben (Rufnummer 112). Geben Sie die genaue Adresse an und erwarten Sie die Feuerwehr an der Straße.
  • Gehen Sie unter keinen Umständen in das Haus zurück.
  • Alle Familienmitglieder sollten auf Feuer vorbereitet sein und wissen, wie sie sich im Falle eines Brandes zu verhalten haben.

 

Der beste Schutz

Wie man unnötige Gefahren vermeidet, zeigen die folgenden Tipps:

  • Der erste Rettungsweg aus Ihrem Haus ist der Treppenraum; verstellen Sie diesen nicht durch Möbel oder Gerümpel.
  • Ein Notruf an die Feuerwehr muss mindestens folgende Angaben beinhalten:
    Wer ruft an?
    Von wo wird angerufen?
    Was ist passiert?
  • Zündhölzer und Feuerzeuge gehören nicht in Kinderhände
  • Wenn Ihr Ölofen an keinen Kellertank angeschlossen ist, dürfen in einer Wohnung nicht mehr als 40 Liter Heizöl in einem Kanister lagern.
  • Hantieren Sie bei offenem Licht (Kerzen oder Zigaretten) niemals mit brennbaren Flüssigkeiten.
  • Spraydosen dürfen auf keinen Fall einer direkten Wärmestrahlung ausgesetzt werden.
  • Stellen Sie brennende Kerzen stets auf eine nicht brennbare Unterlage.
  • Offenes Licht wie Kerzen oder Petroleumlampen niemals im Bereich brennbarer Materialien aufstellen.
  • Werfen Sie keine brennende Zigarette in den Papierkorb oder Abfalleimer.
  • Rauchen Sie niemals im Bett – auch im Wald gilt absolutes Rauchverbot.
  • Lassen Sie elektrische Geräte wie Bügeleisen, Toaster oder Heizdecken nie unbeaufsichtigt.
  • Geschmolzene elektrische Sicherungen stets austauschen, niemals überbrücken.
  • Gasherde oder elektrische Haushaltsgeräte nur von Fachleuten anschließen lassen.
  • Überhitztes Öl oder Fett, das sich beim Kochen selbst entzündet hat, niemals mit Wasser löschen. Decken Sie den Kochtopf mit einem Deckel ab. Durch den Sauerstoffentzug erlischt das Feuer von selbst.

 

Brandschutz im Haus

Türen haben nicht nur Sicht- und Schallschutzfunktion, sondern auch Brandschutzfunktion. Geschlossene Türen halten im Brandfall nicht nur Flammen und Hitze zurück, sie sind auch Schutz vor Rauch und Qualm. Rauch ist bei Bränden die Hauptgefahr, da er zu Vergiftungen führt. Außerdem kann in einem verrauchten Raum die Orientierung verloren gehen, selbst wenn dieser vertraut ist.

Normales Glas springt im Brandfall oder fällt aus dem Rahmen. So können Hitze und Rauch den wichtigsten Fluchtweg, den Treppenraum, unbegehbar machen. Türblätter aus Holz oder mit einer Brandschutzverglasung beugen dem vor, als Notlösung ist auch die Anbringung einer Spanplatte von einem Zentimeter Stärke auf der Rückseite der Verglasung ausreichend.

Türen zu Heizräumen oder Tiefgaragen sind häufig feuerhemmend konstruiert und müssen von selbst zufallen. Diese dürfen nicht unterkeilt oder festgebunden werden.
Notausgänge dürfen nicht verschlossen werden. Sie sollten jederzeit von innen, nicht aber von außen zu öffnen sein. Der Treppenraum soll auf ganzer Breite begehbar sein. Abgestellte Möbel oder Gerümpel sind im Ernstfall ein gefährliches Hindernis.

Nach geltendem Baurecht muss jedes Gebäude zwei voneinander unabhängige Rettungswege haben. Erster Rettungsweg muss immer der Treppenraum sein, der zweite kann ein Wohnungsfenster sein. Achten Sie darauf, dass Fenster immer leicht zu öffnen sind. Bei vergitterten Fenstern sollte das Gitter von innen zu öffnen sein.
In Hochhäusern und Gebäuden mit mehr als sieben Geschossen sind entweder zwei separate Treppenräume oder ein Sicherheitstreppenraum vorhanden. Benutze Sie nie den Fahrstuhl als Fluchtweg. Ein verrauchter Fahrstuhl kann zur tödlichen Falle werden.

Rauchmelder für den häuslichen Bereich sind leicht zu montieren. Diese batteriebetriebenen Geräte reagieren auf Rauchpartikel in der Luft mit einem akustischen Warnsignal. In Treppenhäusern muss das oberste Fenster leicht zu öffnen sein. Im Brandfall dient es als Rauchabzug.

 

Rauchmelder

Warum einen Rauchalarm?

  • Brandrauch ist heimtückisch: moderne Haushalte sind von Möbeln bis zu Gebrauchsgegenständen angefüllt mit Kunststoffen, bei deren Verbrennung giftiger Rauch entsteht. Selbst kleine Brandherde können so durch ihre Rauchentwicklung zur großen Gefahr werden. Werden Schlafende nicht geweckt, droht die Gefahr einer Ohnmacht oder gar die des Erstickens. Ein Rauchalarm erkennt frühzeitig den bei Schwelbränden entstehenden Rauch und warnt durch einen lauten pulsierenden Ton. Schlafende werden zu einem frühen Zeitpunkt geweckt, so dass Rettung noch möglich ist.
  • Wie funktioniert ein Rauchalarm?
  • Zum Beispiel nach dem Streulichtprinzip. Dabei wird alle paar Sekunden eine Lichtquelle im Gerät kurz aktiviert. Sind Rauchpartikel in einer bestimmten Konzentration in der Prüfkammer vorhanden, reflektieren sie das Testlicht auf eine Fotozelle. Die Fotozelle reagiert und löst den Alarm aus.
  • Wo brauche ich einen Rauchalarm?
  • Da die meisten Wohnungsbrände im Wohnbereich beginnen, empfiehlt es sich, den Rauchalarm zwischen Wohn- und Schlafbereich anzubringen. In Wohnungen sollte als Mindestschutz ein Rauchalarm vor dem Schlafbereich angebracht werden. Bei getrennten Schlafbereichen (etwa in Kinder-, Gäste-, Elternschlafzimmer) sollte vor jedem Schlafbereich ein Rauchalarm installiert werden. Bei mehrstöckigen Häusern sollte als Mindestschutz ein Rauchalarm in jeder Etage und vor jedem Schlafbereich installiert werden, z.B. im Flur zu den Schlafräumen. Bei ausgebauten Dachböden wird dringend empfohlen, einen Rauchalarm über der Treppe anzubringen. Für bestmöglichen Schutz sollte in jedem Raum ein Rauchalarm installiert werden. Keller und Dachböden nicht vergessen! Rauchalarme sollten an der Decke und möglichst in der Mitte des Raumes montiert werden. Ein Mindestabstand von 15 cm zu Ecken und Wänden sollte dabei stets eingehalten werden.

 

Brennbare Flüssigkeiten

Brennbare Flüssigkeiten sind immer eine besondere Gefahrenquelle. Denken Sie vor allem daran, dass zwar nur die Dämpfe brennen, aber schon eine geringe Menge in der Umgebungsluft ausreicht, um sie zu entzünden.

  • Arbeiten Sie deshalb immer nur in gut durchlüfteten Räumen.
  • Mit brennbaren Flüssigkeiten sollten Sie nie in der Nähe von Wärmequellen wie Heizlüftern und Bügeleisen arbeiten, Rauchern sei empfohlen, die Zigarette in der Schachtel stecken zu lassen, denn es könnte die letzte sein.
  • Behälter, die brennbare Flüssigkeiten enthalten, sind mit einem Symbol gekennzeichnet. Füllen Sie nie solche Flüssigkeiten in allgemein gebräuchliche Flaschen, zum Beispiel Getränkeflaschen, ab.
  • Bewahren Sie die Behälter mit brennbaren Flüssigkeiten außerhalb des Zugriffsbereichs von Kindern auf.
  • Leere Behälter sind immer eine Gefahrenquelle, die wegen der brennbaren Dämpfe rechtzeitig entsorgt gehören.
  • Flüssigkeitsgetränkte Reinigungslappen nicht auf einem Haufen liegen lassen, sondern in Blecheimern oder verschließbaren Metallbehältern aufbewahren.
  • Brennbare Flüssigkeiten dürfen nicht in Fluren, Durchgängen, Treppenräumen oder Dachböden gelagert werden.
  • Zweiradfahrzeuge mit Verbrennungsmotor dürfen, auch mit entleertem Tank, nicht in Gebäuden abgestellt werden.
  • Zur Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten und Heizöl in Wohnungen gibt es bestimmte Vorschriften. Danach dürfen Sie in der Wohnung, anzeige- und erlaubnisfrei, in einem zerbrechlichen Gefäß nicht mehr als einen Liter Benzin oder fünf Liter Spiritus lagern. Für den gesamten Kellerraum eines Wohngebäudes gilt die gleiche Menge. Im Keller und in der Garage dürfen Sie nicht mehr als 20 Liter in einem bruchsicheren Kanister lagern.
  • Heizöl darf in bruchsicheren Kanistern in der Wohnung bis zu einer Gesamtmenge von 40 Litern gelagert werden.
  • Ölofen, Spirituskocher oder Petroleumlampen dürfen nur nachgefüllt werden, wenn sie kalt sind.

 

Brennbare Gase

Wenn Sie in Hausflur oder Wohnung den typischen Geruch von Gas feststellen, haben Sie es unmittelbar in Ihrer Umgebung mit austretendem Gas zu tun. Um eine folgenschwere Explosion zu vermeiden, müssen sofort einige Maßnahmen ergriffen werden.

  • Betätigen Sie ab sofort keine elektrischen Geräte.
  • Zum Warnen der Nachbarn und Hausbewohner keine Türklingel und keinen Lichtschalter benützen. Machen Sie diese durch Rufen aufmerksam.
  • Sperren Sie nach Möglichkeit das Ventil zum Gaszähler ab oder betätigen Sie den Hauptgashahn im Keller
  • Lüften Sie das Gebäude, öffnen Sie Fenster und Türen.
  • Verlassen Sie mit Ihren Mitbewohnern das Gebäude.
  • Gasflaschen oder Spraydosen sind Behälter, die in der Regel unter Druck stehen. Dabei ist es vollkommen gleichgültig, ob der Inhalt brennbar oder nicht brennbar ist. Erwärmte Gase dehnen sich aus und können den Behälter sprengen.
  • Am Flammensymbol auf der Spraydose erkennen Sie, dass der Inhalt brennbar ist.
  • Lesen Sie sorgfältig die Gebrauchsanweisung.
  • Halten Sie alle Wärmequellen von Spraydosen und Gasflaschen fern.
  • Spraydosen und Gaskartuschen gehören in den Sondermüll.
  • Gasflaschen mit Propan oder Butan werden überwiegend im Camping- und Gartenbereich genutzt. Diese Flaschen sind so an Geräte anzuschließen, dass die Verbindung dicht ist. Eine Dichtigkeitsprobe keinesfalls mit einer offenen Flamme durchführen. Im Handel sind so genannte Lacksprays zur Überprüfung erhältlich.
  • Deponieren Sie Gasflaschen immer außerhalb des Gartenhauses oder Campingwagens.
  • Gasflaschen dürfen nicht im Keller oder in tiefer gelegenen Räumen gelagert werden. Austretendes Gas ist schwerer als Luft, sammelt sich am Boden und kann explosive Gemische bilden.

 

Sichere Haustechnik

Vergewissern Sie sich, wo sich in Ihrer Wohnung Gas und Wasser abstellen lassen.
Überprüfen Sie sämtliche Absperrventile regelmäßig auf ihre Beweglichkeit.
Ist ein Gaszähler am Brand beteiligt, so löst dieser bei hohen Temperaturen aus, und es entsteht ein neuer Brandherd. Ein geschaltetes Sicherheitsventil kann dies verhindern. Es unterbricht die Gaszufuhr automatisch bei Temperaturen von ca. 70 Grad Celsius.

Auch Wasser kann im Haushalt große Schäden anrichten. Sind Wasch- oder Spülmaschinen in der Wohnung installiert, sollten an deren Wasserversorgung Überdruckventile vorgeschaltet sein. Diese verhindern bei Schäden an Schlauch oder Maschine das unkontrollierte Ausströmen von Wasser in die Wohnung.

Die Sicherungskästen für Hausstrom befinden sich häufig im Bereich der betreffenden Wohnungen. Betätigen Sie nur diese Sicherungen. Die Haussicherung, die so genannte Panzersicherung, ist verplombt und den Energieversorgungsunternehmen vorbehalten.

 

Umgang mit Elektrogeräten

  • Lassen Sie elektrische Geräte während der Betriebszeit nicht unbeaufsichtigt.
  • Lassen Sie defekte Geräte nur vom Fachmann reparieren.
  • Achten Sie beim Kauf neuer Geräte auf die Zeichen GS (Geprüfte Sicherheit) und VDE (Verband Deutscher Elektrotechniker).
  • Stellen Sie Wärme erzeugende Geräte, wie Bügeleisen oder Tauchsieder stets auf eine nicht brennbare Unterlage.
  • In Schränke eingebaute Fernseher sollten zu den Schrankwänden genügend Abstand haben (mindestens 10 cm), da die Betriebswärme abgeführt werden muss. Schließen Sie nach dem Abschalten die Schranktüren nicht sofort, lassen Sie das Gerät abkühlen. Schalten Sie den Fernseher für längere Zeit nicht über die Bereitschaftstaste (standby), sondern über den Hauptschalter ab.
  • Achten Sie bei dem Betrieb von Heizlüftern darauf, dass sich brennbare Gegenstände in ausreichendem Abstand befinden.
  • Achten Sie darauf, dass Lampen, die auf Bühnen oder in Kellern installiert sind, nicht durch brennbare Gegenstände verstellt werden. Auch Lampen erzeugen beim Betrieb genug Wärme, um einen Brand zu erzeugen.
  • Reparieren oder überbrücken Sie Haushaltssicherungen grundsätzlich nicht, tauschen Sie sie gegen neue aus.
  • Betreiben Sie über eine Steckdose und ein angeschlossenes Verteilerstück nicht mehrere Geräte gleichzeitig. Die elektrischen Leitungen könnten sich erwärmen und die Isolierung zum Schmelzen bringen. Dies gilt insbesondere für Stromkabel älteren Datums.

 

Haushaltsgeräte und elektrische Anlagen

  • Elektrische Bügeleisen und Kochplatten stets auf brandsicheren Unterlagen abstellen.
  • Schmiegsame Wärmegeräte (Heizkissen, Heizdecken), Tauchsieder und elektrische Kochtöpfe nur unter Aufsicht benutzen.
  • Lufterhitzer und Stahlöfen in ausreichendem Abstand von brennbaren Gegenständen in Betrieb setzen.
  • Reparaturen und elektrische Neuinstallationen nur vom Fachmann ausführen lassen, da laienhafte Basteleien an elektrischen Geräten zu tödlichen Unfällen und Bränden führen können.
  • Das Flicken (Überbrücken) von Sicherungen ist überaus brandgefährlich und daher verboten.
  • Geräte nach Gebrauch oder bei Unterbrechung der Arbeit sofort ausschalten.
  • Bei Neuanschaffungen nur Geräte mit dem VDE-Zeichen kaufen (Vorsicht vor ähnlich aussehenden Zeichen).

 

Sicherheit in der Küche

Oft wird die Feuerwehr alarmiert wegen Küchenbränden oder weil Speisereste im Kochtopf brennen:

  • Lassen Sie deshalb während des Kochens den Herd mit der eingeschalteten Kochplatte nie unbeaufsichtigt.
  • Fett oder Speiseöle, die zum Braten oder Frittieren verwendet werden, können sich in der heißen Pfanne oder Friteuse bei einer Temperatur von Rund 200 bis 300 Grad Celsius selbst entzünden.
  • Versuchen Sie nie, den entstandenen Brand mit Wasser zu löschen. Das brennende Fett wird durch die Dampfbildung des Wassers aus dem Behälter geschleudert und setzt so unter Umständen die Küche in Brand, und Sie selbst ziehen sich schmerzende Brandwunden zu, die vom Arzt behandelt werden müssen.
  • Zur Brandbekämpfung nehmen Sie einen bereit liegenden Deckel und setzen diesen auf die Pfanne. Durch den Sauerstoffmangel ersticken die Flammen und Sie können die Pfanne von der heißen Platte nehmen. Vergessen Sie nicht, die Herdplatte abzuschalten.
  • Denken Sie auch beim gemeinsamen Fondue an die Gefahren mit heißem Fett.
  • Die eingebauten Filter in den Dunstabzugshauben sättigen sich mit der Zeit mit Küchendämpfen und Fett. Den Filter sollte man nicht mit brennbaren Flüssigkeiten auswaschen, denn ein Dunstabzugsbrand wäre die Folge. Wechsel Sie alt gegen neu aus.
  • Flambieren Sie auch nie unter der Dunstabzugshaube.
  • In den Mülleimer gehören keine Asche oder glimmende Zigarettenkippen.

 

Tückische Textilien

Arbeitskleidung kann zum Risikofaktor werden. Wechseln Sie daher Ihre durch Staub, Öle, Fette oder sonstige brennbare Flüssigkeiten verschmutzte Arbeitskleidung rechtzeitig aus. Sie gehen sonst das Risiko ein, zur lebenden Fackel zu werden.

Viele Bekleidungstextilien haben einen hohen Kunstfaseranteil. Beachten Sie daher beim Umgang mit offenem Feuer, dass diese Kunstfasern brennen oder schmelzen können, wobei der geschmolzene Kunststoff in die Haut eindringt. Resultat sind schmerzhafte Brandverletzungen und irreparable Narben.

Haushalte mit Kindern sollten beim Kauf von Vorhängen und Auslegewaren darauf achten, dass diese aus nicht brennbaren oder schwer entflammbaren Materialien bestehen. „Schwer entflammbar“ besagt, dass der Stoff nach dem Anzünden nicht selbständig weiter brennt und dass er nach Wegnahme der Zündflamme erlischt. Im Fachhandel sind auch anders lautende Begriffe gebräuchlich, lassen Sie sich also über die Eigenschaften des jeweiligen Materials aufklären.

 

Fernseher

Obwohl Fernsehgeräte auf ihre Sicherheit geprüft sind, entstehen dennoch immer häufig Brände und dadurch auch Verletzungen. Aus diesen Gründen wollen wir Ihnen ein paar Sicherheitsratschläge geben, die Sie beim Umgang mit diesen Geräten beachten sollten:

  • Trotz eines guten und noch so abwechslungsreichen Fernsehprogramms sollte das Fernsehgerät nicht dauernd eingeschaltet sein, damit es nicht zu viel Wärme entwickelt. Dies gilt insbesondere für Fernsehgeräte, die in Schränken eingebaut sind. Bei diesen ist darauf zu achten, dass stets genügend Abstand von den Seitenwänden und der Wand eingehalten wird, damit die im Gerät entstehende Wärme abströmen kann, d.h. für gute Belüftung sorgen.
  • Stellen Sie niemals mit Wasser gefüllte Schalen oder Vasen auf das Fernsehgerät. Diese Gefäße könnten kippen und das Wasser könnte sich in das Gerät ergießen. Eine Zerstörung des Bildschirms und ein Brand wären die Folgen.
  • Achten Sie bei Feierlichkeiten darauf, dass auch Getränke -etwa Sektspritzer- nicht an bzw. in das Gerät gelangen können.
  • Das Fernsehgerät soll auch von Gardinen in einem mindestens 20 cm großen Abstand stehen.
  • Auf, oder in unmittelbarer Nähe der Fernsehgeräte sollten sich auch keine leicht brennbaren Gegenstände (Zeitschriften, Papier, brennende Kerzen usw.) befinden.
  • Fernsehgeräte nur in abgekühltem Zustand und bei gezogenem Stecker reinigen.
  • Bei Störungen an dem Gerät sofort den Fachmann informieren und die Störung fachgerecht beseitigen lassen.

 

Heimwerktätigkeit

  • Halten Sie Ihre Heimwerkstatt unbedingt sauber.
  • Verschließen Sie Behälter, in denen Sie Lösungsmittel, Farben oder ähnliches aufbewahren. Lüften Sie den Raum nach dem Umgang mit Lösungsmitteln gut durch. Es genügen bereits geringe Konzentrationen von Dämpfen einer brennbaren Flüssigkeit und ein energiearmer Zündfunken, um eine Verpuffung im Raum auszulösen. Verpuffungen können einen solchen Druck erzeugen, dass bauliche Schäden entstehen.
  • Nach Sägearbeiten das anfallende Sägemehl unbedingt entfernen. Wird während eines Brandes liegengebliebenes Sägemehl hochgewirbelt, kann eine Staubexplosion entstehen, die für eine schlagartige Brandausbreitung sorgt.
  • Wenn Sie Kunststoffkleber oder Versiegelungsmittel verwenden, denken Sie daran, dass es sich auch hierbei um brand- oder explosionsfähige Mittel handelt. Achten Sie bei Verlegearbeiten darauf, dass kein offenes Licht oder Feuer brennt. Denken Sie besonders an die Zündflammen in Durchlauferhitzern oder Gasöfen. Dämpfe von brennbaren Flüssigkeiten sind vielfach schwerer als Luft, kontrollieren Sie deshalb darunter liegende Räume.
  • Bei Schweiß- und Lötarbeiten entstehen Temperaturen bis zirka 3000 Grad Celsius. Bei solchen Arbeiten sollte deshalb schon vor Arbeitsbeginn besondere Sorgfalt erfolgen.
  • Halten Sie alle brennbaren Gegenstände in weitem Abstand.
  • Brennbare Gegenstände, die nicht entfernt werden können, müssen mit einer ausreichend großen nicht brennbaren Platte (keine Metallplatte) abgedeckt werden. Am besten eignet sich eine Mineralfaserplatte. Denken Sie auch an brennbare Gegenstände, die unter Putz liegen.
  • Öffnungen an Wandritzen sollten gut abgedeckt sein.
  • Stellen Sie Feuerlöscher oder Eimer mit Wasser bereit.
  • Kontrollieren Sie Ihre Arbeitsstelle nach Abschluss der Arbeit.

 

Feuerwehr nicht behindern

  • Niemand denkt gerne daran, dass es in seinem Haus oder in seiner Straße einmal brennen könnte. Dennoch sollte man sich im Alltag so verhalten, dass die Arbeit der Feuerwehr nicht unnötig behindert wird.
  • Stellen Sie Ihr Fahrzeug immer so ab, dass eine Mindestdurchfahrbreite von drei Metern verbleibt. Bedenken Sie beim Parken in Kurven, dass Feuerwehrfahrzeuge einen größeren Kurvenradius besitzen als PKW.
  • Stellen Sie Ihr Fahrzeug nie in Bereichen ab, die als Brandschutzzone, Feuerwehrzufahrt oder Feuerwehraufstellfläche gekennzeichnet sind.
  • In verkehrsberuhigten Zonen sind häufig Sperrvorrichtungen wie Ketten, Sperrpfosten oder Sperrbalken angebracht. Diese sind unbedingt freizuhalten. Die Feuerwehr besitzt Schlüssel, um die Sperren zu öffnen, doch wenn diese zugeparkt sind, müssen zeitraubende Umwege gefahren werden, oder Fahrzeuge entfernt werden.
  • Die Feuerwehr kann nicht jedes Gebäude direkt anfahren, einige liegen etwas entfernt von öffentlichen Verkehrsflächen. Um diese Gebäude zu erreichen, müssen erst längere Strecken zu Fuß mit schwerem Einsatzgerät zurückgelegt werden. Beachten Sie bitte, dass diese Zugänge eine Breite von 1,25m und Türbreiten von einem Meter haben müssen. Benutzen Sie diese Wege bitte nicht als Abstellflächen.
  • In Hinterhöfen oder an Gebäuden, wo die Drehleiter nicht eingesetzt werden kann, muss die Feuerwehr tragbare Leitern verwenden. Für Wohngebäude mit über acht Metern Fensterbrüstungshöhe müssen daher im Hof oder Garten Flächen vorhanden sein, wo tragbare Leitern ungehindert aufgestellt werden können.