Am 23. August war eine Gruppe unseres Löschzugs am Institut der Feuerwehr NRW (kurz: IdF) in Münster. Das IdF bietet als zentrale Ausbildungsstätte der beruflichen und ehrenamtlichen Feuerwehren in Nordrhein Westfalen ein Übungsgelände, auf welchem sehr realitätsnahe Übungen gefahren werden können. Neben zwei Doppelhaushälften, einem Mehrfamilienhaus mit Arztpraxis und einem Flachbau, wie er häufig für die Unterbringung von Fördereinrichtungen oder als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt wird, ein großes Areal mit Bahnübergang, Straßenbahn, Güterwaggons, vielen (präparierten) Fahrzeugen und eine Baugrube mit Kanalisation.
Unter der Woche wird dieses Gelände unter anderem für die Ausbildung vom IdF selbst genutzt. Für die Wochenenden können sich Feuerwehren aus ganz NRW das Übungsareal reservieren, um dort zu üben.

Wie in den vergangenen Jahren haben wir vor anderthalb Wochen die Chance wahrgenommen, die Übungseinrichtungen zu nutzen. Um unserem Einsatzspektrum möglichst nahe zu kommen, lag der Fokus der insgesamt sechs Übungen auf dem Innenangriff zur Menschenrettung und Brandbekämpfung. Ein Szenario mit zwei verunfallten PKW, in dem auch ein Fahrradfahrer zu Schaden kam, hatten unsere beiden Gruppenführer Björn Lücke und Jens Möller ebenfalls vorbereitet.

Für das Üben des Innenangriffs haben wir jeweils zwei Nebelmaschinen und Dummys mitgenommen. Die Übungspuppen tragen Kleidung und wiegen zwischen 80 und 100 Kilogramm, daher eignen sie sich bestens zur Simulation der Menschenrettung. Der weiße Dampf der Nebelmaschinen beschränkt die Sichtweite in den Gebäuden auf fast null, der einzige Unterschied zu realem Brandrauch ist die Farbe. So lassen sich sowohl die Koordination in unbekannten Räumlichkeiten als auch das Arbeiten im Trupp unter realitätsnahen Bedingungen üben und verbessern.

Um sich für seinen anstehenden FIII Lehrgang im November vorzubereiten, übernahm unser Unterbrandmeister Mirko Biester bei den meisten Übungen die Gruppenführung. Hierfür wünschen wir im an dieser Stelle schon mal viel Erfolg!