Der Löschzug funktioniert
Stefan Huxel / 20. Mai 2015 / Allgemein

„Ohne Feuerwehr funktioniert eine Stadt nicht“, sagte Bürgermeister André Dora bei der Jahreshauptversammlung des Löschzuges Horneburg im Februar und dankte den 49 Ehrenamtlichen aus dem Schlossdorf für ihren Einsatz. Die Horneburger blicken auf ein ereignisreiches Jahr mit zahlreichen Lehrgängen, Übungen und Einsätzen zurück.
„Ich muss sagen, der Löschzug Horneburg funktioniert“, dankte das Stadtoberhaupt den Feuerwehrfrauen- und Männern im Gerätehaus an der Magdalenenstraße. Das sei nicht alleine der Verdienst des Löschzugführers Frank Kuhs, dafür sei jedes einzelnen Mitglied verantwortlich, dankten André Dora und mit Jürgen Gerdes auch einer der beiden stellvertretenden Stadtbrandinspektoren den Horneburgern.

Letzterer dankte auch für die Unterstützung bei Veranstaltungen wie dem Kanalfest, bei dem die Horneburger am Freitagabend die Brandwache übernommen hatten.
Im vergangenen Jahr (2014) fuhr der Löschzug fünf Einsätze: Als sie gerade das Osterfeuer entzündet hatten, heulte Ende April die Sirene und der Löschzug rückte zu einem Zimmerbrand im Dümmer aus. Das Osterfeuer blieb natürlich nicht unbeaufsichtigt, eine Brandwache passte auf, bis die Kameraden kurz darauf zurück waren.
Der wohl spektakulärste Einsatz folgte nach Pfingststurm „Ela“ am 9. Juni. Mit 32 Einsatzkräften waren auch die Horneburger im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Horneburgs Feuerwehr-Chef Frank Kuhs betont den guten Ausbildungsstand: „Und das zeigt, dass der Zug hervorragend im Einsatzdienst funktioniert sowie auch auf kameradschaftlicher Ebene.“

Als Ende September die Remise eines Bauernhofes in Pelkum brannte und die übrigen Kräfte gebunden waren, übernahm Horneburg die Grundsicherung, das heißt. im Falle eines weiteren Einsatzes im Stadtgebiet, wäre der Löschzug 5 ausgerückt.
Nur knapp sind die Horneburger vor rund zwei Wochen an einem Großeinsatz „vorbeigeschrammt“, wie Waltrops Feuerwehr-Chef und stellvertretender Kreisbrandmeister Oliver Wegener der Versammlung berichtete. Als in Oberwiese eine Schreinerwerkstatt brannte, hatten die Waltroper, denen das Personal knapp wurde, schon die Hand am Telefonhörer. „Wenn in dem Bereich was los ist, holen wir die Horneburger dazu, die sind viel, viel schneller als alle anderen“, so Wegener.
Wahlen standen im Schlossdorf auch an: Christopher Röhnisch wurde einstimmig als stellvertretender Löschzugführer wieder gewählt, ebenso wie Kassierer Mirko Biester. Jörg Behler kümmert sich donnerstags (19 Uhr) auch weiterhin als Jugendwart um die Nachwuchs-Kräfte. Neu ins Vorstands-Team wurde Christian Wegmann als zweiter Gerätewart aufgenommen.
65 Jahre ist Franz Sindern Mitglied des Löschzuges Horneburg, 35 Jahre ist Michael Zühr dabei und Christoph Balan und Frank Kuhs feiern „Silbernes“.
Fünf neue Mitglieder begrüßte der Löschzug 2014 in seinen Reihen, der nun insgesamt 49 aktive Mitglieder zählt. Zu ihren Pflichten gehören auch die Aus- und Fortbildung, sodass am Tag der Feuerwehr rund 20 Beförderungen bzw. Aufnahmen anstehen.